KLIMABILANZ - Juni 2026

Deutlich zu warm und zu trocken sowie überdurchschnittlich sonnig

Der Juni 2026 zeigte sich sehr kontrovers. Die erste Hälfte verlief leicht unterdurchschnittlich temperiert und ausgeglichen feucht, die zweite Hälfte brachte jedoch eine bahnbrechende, historische Hitzewelle mit einem neuen Juni-Temperaturrekord von 40,1 Grad (Bad Deutsch-Altenburg) für Österreich. Der alte Juni-Rekord aus dem Jahr 2013 von 38,6 Grad am 20. in Waidhofen an der Ybbs wurde um 1,5 Grad überboten und damit förmlich pulverisiert. Zudem lagen wir auch nur 0,4 Grad vom österreichischen Allzeitrekord von 40,5 Grad, gemessen am 8. August 2013 ebenfalls in Bad Deutsch-Altenburg, entfernt. Es ist sehr außergewöhnlich, dass bereits Ende Juni derart hohe Temperaturen gemessen werden, da das thermische Maximum bedingt durch die Jahreszeit eigentlich zu den Hundstagen Ende Juli, Anfang August liegt.

Mit einem Mittel von 19,8 Grad war es um 3,8 Grad wärmer, als in einem durchschnittlichen Juni der 30 Jahre von 1981 bis 2010 und selbst im Vergleich zu den 16 Jahren von 2009 bis 2024 (17,4 Grad), die schon stärker vom Menschen gemachten Klimawandel beeinflusst waren, war es um 2,4 Grad wärmer.

Zudem blieb es mit einer Niederschlagssummer von 70,4 Liter pro Quadratmeter auch deutlich zu trocken. Die Abweichung zum Klimamittel (1981-2010) 110 Liter pro Quadratmeter beträgt beinahe 40 Liter, das entspricht einem Minus von 36 Prozent.

Dafür war es natürlich um so sonniger. 293,9 Sonnenstunden im Vergleich zu normal üblichen 220 Stunden (1981-2010) ergeben ein Puls von 34 Prozent.






















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Klimarückblick Juni 2026 - Wetterstation Hollenthon / Bucklige Welt

Ein ehrenamtliches Service des Meteorologen Martin A. Puchegger
Copyright: Gemeinde Hollenthon

  • Veröffentlicht: 02. Mai 2021
  • Autor: Meteorologe Mag. Martin A. Puchegger
  • Quelle: Gemeinde Hollenthon

05.07.2026